Vitamin D + Vitamin K + Magnesium = starkes Team (Beitrag)

Ein-starkes-Team

Vitamin D ist seit kurzem in aller Munde. Die positiven Seiten des "Sonnenvitamins" wie es fälschlicherweise auch oft bezeichnet wird wurden mittlerweile in vielen Studien nachgewiesen (lesen Sie hierzu auch unseren Artikel über Vitamin D).

Damit es seine volle Wirkung entfalten kann, gibt es aber auch ein paar Dinge zu beachten. Speziell die Cofaktoren Vitamin K und Magnesium sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Was ist Vitamin K2?

Beim Vitamin K handelt es sich um ein fettlösliches Vitamin. Unterschieden wird dabei zwischen Vitamin K1 und K2. Während Vitamin K1 eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung einnimmt, ist Vitamin K2 u.a. für die Aktivierung diverser Enzyme, welche im Zusammenspiel mit Vitamin D eine wichtige Rolle spielen, verantwortlich.

Dazu zählt zum einen Osteocalzin. Dieses hat Einfluss auf die Mineralisierung von Zähnen und Knochen. Es trägt also zu einer stabilen Knochenstruktur bei, indem Calcium in Knochen und Zähne eingelagert werden kann. In mehreren Studien konnte ein Zusammenhang zwischen Vitamin K Mangel und einem erhöhten Fraktur-Risiko nachgewiesen werden.

Zum anderen ist Vitamin K2 für die Aktivierung des Matrix-GLA-Protein (MGP) verantwortlich. Dieses bindet freies Calcium und verhindert eine Ablagerung in den Gefäßen.

Welche Formen von Vitamin K2 gibt es?

Beim Vitamin K2 gibt es wiederum eine Vielzahl von Unterscheidungen. Die bekanntesten sind MK4 und MK7, wobei letzt gennantes vorzuziehen ist. Bereits in kleinen Mengen ist eine Wirkung von Vitamin K2 ist in der Form von MK7 messbar, während bei MK4 deutlich höhere Dosierungen notwendig sind.

Vitamin K2 in der Form von MK7 wird nun nochmals in die Formen cis und all-trans unterteilt. Diese unterscheiden sich in der geometrischen Anordnung der jeweiligen Form. Für den Körper ist die cis Form nahezu nicht zu verwerten, so dass hier auf die all-trans Form zu achten ist.

Die höchste Bioverfügbarkeit hat also Vitamin K2 MK7 all-trans

Welche Rolle spielt Magnesium im Zusammenspiel mit Vitamin D?

Damit Vitamin D in die aktive Form ungewandelt werden kann sind mehrere Schritte notwendig. Dafür werden jeweils div. Enzyme benötigt, welche von Magnesium abhängig sind. Bei starkem Magnesium Mangel kann der Körper Vitamin D nicht mehr in die aktive Form unwandeln, so dass es vom Körper nicht mehr genutzt und damit wirkungslos bleibt. Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium ist somit absolut notwendig.

Da in einer Studie mit 16.000 Teilnehmern, welche in Deutschland durchgeführt wurde, ein Magnesiummangel bei ca. 1/3 der Personen festgestellt wurde, wird deutlich wie wichtig eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Magnesium ist.

Welche Arten von Magnesium gibt es?

Hierbei handelt es sich um ein komplexes Thema, weshalb wir einen eigenen Artikel (Magnesium - Citrat, Malat, Oxid etc. - Ein Überblick) dazu verfasst haben.

In welchen Lebensmitteln ist besonders viel Magnesium enthalten?

Besonders viel Magnesium findet sich in Nüssen, Vollkornprodukten sowie Hülsenfrüchten. Besonders Leinsamen, Sonnenblumenkerne oder Weizenkeime enthalten viel Magnesium. Auch wenn der Anteil in Obst und Gemüse deutlich geringer ist, haben Spinat, Kohlrabi oder Bananen noch einen recht hohen Anteil an Magnesium.

Bei tierischen Produkten enhalten Seelachs oder Zander eine ordentliche Menge Magnesium.  Auch manche Süssigkeiten sind reich an Magnesium. Besonders Zartbitterschokolade oder Marzipan sind hier hervorzuheben. Aufgrund des hohen Zuckeranteils, sollten diese aber nur in geringen Mengen verzehrt werden.

 

Quellen:
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